Saab 37 Viggen von Leatherneck Simulations

von Teijo Hakala (Flickr: viggen_lasku2) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

18.02.2016

Seit Mitte 2015 scheint die Saab 37 Viggen in den DCS Foren auf. Die News dazu sind noch recht spärlich. Das Konzept dürfte sehr spannend werden, weil digitale Piloten hier erstmal ein schwedisches Konzept erfliegen dürfen. Leatherneck dürfte hier auch für sehr hohe Qualität stehen, was man am Modul der MIG-21 sehen kann.

Die Viggen (=Donnerkeil) ist ein äußerst erfolgreiches Flugzeugkonzept. Das lässt für uns DCS Piloten ein spannendes Modul mit tollen neuen Funktionen erwarten.

  • Überragende STOL-Eigenschaften (short take off and landing)
  • Hochautomatisiertes Cockpitkonzept
  • Geländefolgeradar
  • Triebwerk mit Umkehrschub
  • Robuste und verlässliche Konstruktion

Voraussichtlicher Releasetermin

  1. Jahreshälfte 2016 (Stand 29. Jänner 2016)

 

Webpräsenz

Noch keine.

 

Saab 37 Viggen - Der schwedische Donnerschlag

Die Viggen besitzt in der schwedischen Luftwaffe eine Schlüsselrolle, da sie mehrere Rollen abdeckt:

  • AJ - Einsitziger Allwetter-Jagdbomber mit Fähigkeit zur Abfangjagd. Diese Version wird in DCS umgesetzt werden.
  • JA - Allwetter-Jäger
  • SF - Bewaffneter Photoaufklärer
  • SH - Bewaffneter Seeaufklärer
  • SK - Zweisitziger Trainer

Bei der Entwurfsphase wurde größten wert auf maximale Automatisierung im Cockpit gelegt, damit sich der Pilot auf die wesentlichen Aspekte seiner Mission konzentrieren kann. Ein zentrales Element ist das leistungsstarke Monopulsradar LM-Ericsson-PS-37/A mit mehreren Betriebsmodi (Suche, Erfassung, Verfolgung, Entfernungsmessung von Luft- und Bodenzielen, Hinderniswarnung, Bodendarstellung, Geländefolgeflug). Radardaten werden auch an das HUD und HDD übermittelt.

Weitere Systeme sind das Mikrowellen-Blindlande-Führungssystem, digitale Feuerleitanlage, Funkhöhenmesser, umfassende Radarwarnausrüstung.

Wer kennt nicht das Image der schwedischen Autos. Robust und sicher. Dasselbe gilt auch für die Viggen. Das Fahrwerk ist für Sinkraten von 5 m/s ausgelegt. So lassen sich auch harte Landungen wie auf Flugzeugträgern durchführen. Auch das Handling auf aufgeweichten Pisten ist mit den Rädern in Tandemanordnung kein Problem. Sehr speziell ist auch die Schubumkehr, welche man eigentlich nur von den großen zivilen Jets her kennt.  Auch dieses Details wurde aufgrund mehr Sicherheit, einfacherer Wartung und besserer Wirkung bei niedriger Geschwindigkeit (man kann damit sogar rückwärts rollen).

 

Flugbetrieb

Erstflug 8. Februar 1967.

 

Bewaffnung AJ-Version

Die 7 Waffenaufhängepunkte ermöglichen eine Zuladung von max. 7.000 kg.

  • AIM-9 Luft-Luft Rakete (RB24)
  • AGM-65A Maverick (TV)
  • Sprengbombe 500 kg
  • Anti-Schiff-Rakete Saab RBO4E
  • Kraftstofftank
  • Chaff-Streuer BOZ-100
  • Alternative ECM-Streuer
  • Störer SATT AQ31
  • Lepus Leuchtbombe
  • Mehrzweck-Lastenträger mit 120 kg Virgo-Splitterbomben
  • Bofors M70X mit 6 Raketen 135mm

 

Technische Daten AJ-Version

  • L x B x H 16,30 x 10,60 x 5,80 m
  • Tragflügelfläche 46,00 qm
  • nax, Startmasse 20.500 kg
  • Triebwerk Volvo Flygmoto  RM8A (Pratt & Whitney JT8D-22)
    Turbofan mit Nachbrennerschub 11.800 kg

 

Leistung

  • Höchstgeschwindigkeit in 11.000 m Höhe 2.124 km/h (Mach 2)
  • Höchstgeschwindigkeit in 100 m über Grund 1.470 km/h (Mach 1.2)
  • Dienstgipfelhöhe 18.290 m (60.000 ft)
  • Einsatzradius mit sechs 227 kg Bomben MK82 476 km
  • Steigzeit auf 10.000 m Höhe 1 Minute 40 Sekunden
  • Startstrecke 400 m