Mirage F1 von AvioDev

2016-02-20 16:56:50

Der DCS Entwickler AvioDev versucht sich an einem Flugzeug das wohl nicht sehr viele Digital-Piloten bislang vermisst haben: Die französische Dassault Mirage F1 . Das Modul ist in Arbeit und das Team von AvioDev steht vor einer großen Herausforderung. RAZBAM hat nämlich 2015 die Mirage 2000 veröffentlicht und dieses Modul lässt Pilotenherzen höher schlagen.

Das bislang einzige DCS-Projekt ist der C-101 Aviojet, welcher seit 2015 verfügbar ist. Er hat eine Fangemeinde, aber wenn man so durch die Foren schaut scheint diese eher kleine zu sein (was keine Bewertung für die Qualität sein soll). AvioDev hat sich Mitte 2015 bei der Fangemeinde mit einer Umfrage schlau gemacht welche Versionen interessant sein könnten (Mirage F1C, Mirage F1E, Mirage F1M). Es bleibt abzuwarten bis mehr Infos veröffentlicht werden und wie detailverliebt die Mirage F1 umgesetzt werden wird. 

 

Voraussichtlicher Releasetermin

Steht noch in den Sternen. 

 

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Die Mirage F1 - von den meisten Nutzern im Kampf erprobt

Dieses Konzept ist eine Erfolgsgeschichte aus Frankreich. Eigentlich war dieses Flugzeug "zweite Wahl" für die französischen Luftstreitkräfte. In den 60iger Jahren wurde eine Ablöse der damaligen Mirage III gesucht. Lange wurde an einem Konzept mit variabler Tragflächengeometrie gearbeitet (Mirage G). Wie so oft in der Luftfahrtentwicklung war das Endkonzept stark verändert. Ergebnis war ein kleineres, schubstärkeres Flugzeug mit Schulterdecker-Konstruktion.

Die Eigenschaften der Mirage F1 waren deutlich besser als beim Vorgängerkozept, der Mirage III. Erheblich verbesserte Tiefflugeigenschaften, mehr als dopplt so hohe Auftriebswerte, 45 % mehr Treibstoffkapazität.

Die Avionikausstattung ist sehr üppig: HF/VHF/UHF/Tacan, VOR/ILS, Autopilot, IFF und SAGEM-Trägheitsnavigation, Doppler-,Kollisionswarnsradar, Digital-Rechner und E-Entfernungsmesser. Die Muster erhielten unterschiedliche Radargeräte (IV-0, IV-1, IV-2). Das IVM ist die am weitesten Entwickelte Versin für Luft-Luft und Luft-Boden (See) Einsätze.

Die Mirage F1 ist auch ein erfolgreiches Export-Produkte, welche in vielen Ländern fliegt (u.a. Ecuador, Griechenland, Irak, Jordanien, Lybien, Marokko, Qatar, Südafrika, Spanien, Kuwait).

 

Flugbetrieb

Erstflug 23. Dezember 1966.

 

Varianten

  • F1A
    Vereinfachte Ausführung für Erdkampf- und Abfangeinsätze bei Tageslicht ohne Bordradar. Exportiert als Mirage F1AD und F1AZ.
  • F1B
    Zweisitziger Trainer ohne interne Bordkanone und reduzierter Treibstoffkapazität.
  • F1C
    Allwetter-Abfangjäger (F1C-200 mit Betankungsrohr). Exportversionen: F1CE, CG, CH, CJ, CK und CZ,
  • F1E
    Allwettertaugliches Mehrzweck-Kampfflugzeug mit zusätzlicher Avionik.
  • F1R
    Aufklärungsversion

 

Bewaffnung

Sieben Waffenaufhängepunkte stehen für eine Waffenlast von bis zu 6.300 kg zur Verfügung:

  • Matra 550 Magic Luft-Luft-Rakete Infrarot
  • Matra Super 530F (halbaktive Radar-Lenkung)
  • AIM-9L Sidewinder
  • Belouga Streubombe
  • Sprengbombe 500 kg
  • AM.39 Exocet Anti-Schiff-Rakete
  • Matra ARMAT Anti-Radar-Rakete
  • Angriffsrakete AS.30 mit Steuerbehälter Atlis II
  • Matra 155 Raketenwerfer Kaliber 68 mm
  • Remora ECM-Störbehälter (Thomason-CSF DB 3163)
  • Abwurftank 1.200 Liter
  • Abwurftank 1.700 Liter
  • 2x Bordkanone DEFA 553 mit 30 mm Munition und 135 Schuß pro Waffe
  • Diverse Sensorenbehälter. Fotoaufklärung HAROLD, NORA. Radaraufklärung: RAPHAEL, ASTAC.

 

Technische Daten F1E

  • L x H x B 15,30 x 4,50 x 9,32 m (mit Rakete)
  • Leermasse 8.100 kg
  • max. Startmasse 15.200 kg
  • max. Aussenlasten 6.300 kg
  • Triebwerk Standschub 7.060 kg

 

Leistung F1E

  • Höchstgeschwindigkeit unbewaffnet 1.472 km/h (Mach 1,2) in Seehöhe und 2.335 km/h  (Mach 2,2) im Höhenflug
  • Dienstgipfelhöhe 20.000 m
  • Startstrecke bei einem Gwewicht von 11.500 kg 600 m
  • Max. Steigleistung in großer Höhe mit Nachbrenner 243 m/sec
  • Reichweite mit Vollbewaffnung (hoch-tief-hoch) 1.000 km
  • Überführungsreichweite 3.765 km