F-14 A/B von Heatblur Simulations

F-14 am Katapult

29.01.2016

Wer kennt Sie nicht aus Top Gun? Mit diesem Modul kann man selbst zu Maverick und Goose werden.

Für das Modul sind einige Besonderheiten angekündigt:

  • Flugzeugträger-Operationen
  • Voll funktionsfähiges hinteres Cockpit des RIO/WSO (=Radar Intercept Officer/Weapon Systems Officer)
  • Multiplayer, d.h. das hintere Cockpit kann durch einen menschlichen Mitspieler besetzt werden
  • Jester AI, als künstlicher RIO/WSO, wenn kein menschlicher Mitspieler das hintere Cockpit besetzt
  • Umsetzung des einzigartigen AWG-9 Radars und der AIM-54 Phoenix Luft-Luft Rakete

 

F-14 Katapultstart
Navy F-14D Tomcat nahe der Schallgeschwindigkeit im Überflug USS Theodore Roosevelt (CVN 71) 2006. Fighter Squadron 31.
Cockpit einer NASA F-14 Tomcat
Tactical information display (TID) RIO-Cockpit, Gumman F-14A Tomcat, USN 1991
Grumman F-14D Tomcat, Fighter Squadron 31, USS Abrahm Lincoln (CVN-72). Operation "Iraqi Freedom"
Volle Beladung einer F-14A mit sechs AIM-54 Phoenix Luft-Luft Langstreckenraketen.

Voraussichtlicher Releasetermin

Die interne Beta-Phase soll im 1. Halbjahr 2016 umgesetzt werden. Das lässt aus heutiger Sicht leider keine Rücksschlüsse auf die Kundenverfügbarkeit zu.

 

Webpräsenz

Bilder und weitere Details zum Modul sind direkt auf der Seite von Leatherneck, auf Facebook oder im Forum auf der DCS-Homepage zu finden.

 

Gruman F-14 Tomcat - Beschützer der amerikanischen Flotte

Dank dem Film "TOP GUN" ist die F-14 eines der bekanntesten Kampfflugzeuge, auch bei Nicht-Flugbegeisterten.  Die primäre Rolle der F-14:

  • Trägergestützt
  • Abfangjäger
  • Begleitfllugzeug
  • Gefechtsaufklärung

Bei der Entwicklung der F-14 wurde von Grund auf nicht versucht Gemeinsamkeiten mit anderen Flugzeugen zu erreichen. Das Konzept sollte alle Eigenschaften eines Flugzeugträger-gestützten Abfangjägers bestmöglich erfüllen. Das Ergebnis war der größte jemals gebaute trägergestützte Abfangjäger mit einem Piloten und einem RIO (Radar Intercept Officer).

Durch das Schwenkflügelkonzept war die F-14 in allen Geschwindigkeitsbereichen optimal zu fliegen. Die Flügelverstellung erfolgt automatisch im Winkel von 20 bis 68 Grad. Aus der Literatur ist zu entnehmen das die F-14 wahrscheinlich das erste Flugzeug mit lock down-shoot down Fähigkeiten war.  Diese Eigenschaft war bis zur Zeit der F-14 Einführung nur ungenügend abgedeckt. Damit war die F-14 dazumal das einzige Kampfflugzeug das das Gefecht auf kurze, mittlere und große Entfernungen aufnehmen konnte.

Somit wird hoffentlich auch in der DCS-Umsetzung das AWG-9 Bordradar ein zentrales Element sein.  Dieses flüssigkeitsgekühlte Feuerleit-System mit Puls-Dopplerbetrieb war 586 kg schwer. Es kann aus einer Entfernung von 185 km aus einer Formation von 20 Flugzeugen die sechs gefährlichsten herauspicken. Die Bekämpfung war mit der erstaunlichen AIM-59 Phoenix Langstreckenrakete bis auf Entfernungen von 160 km möglich. Es war auch das erste System mit mit kombinierter Zielverfolgung und Suche (TWS). Jede der sechs mächtigen Phoenix Langstreckenraketen konnten auf unterschiedliche Ziele abgefeuert werden, ohne die Suche abbrechen zu müssen.

 

Flugbetrieb

21.12.1970 bis 22.09.2006

 

Varianten

  • F-14A
    Serienversion für die US Navy. 80 Exemplare wurden an den Iran ausgeliefert. TF-30 Turbinen mit 9.480 kg Schub.
  • F-14A (Plus)
    Die Triebwerke der F-14A waren leider sehr problematisch (relativ kurze Lebensdauer, geringe Zuverlässigkeit, mangelhafte Wartbarkeit).
    Dies Version erhielt als Übergangslösung bis zur F-14D verbesserte General Electric Triebwerke F-110 (10.478 kg Schub). Die erste Maschine flog  am 14. November 1987. Die Umbezeichnung in die F-14B erfolgte im Mai 1991.
  • F-14B
    Ursprüngliche Bezeichnung für die Variante F-14A mit 2 sehr leistungsstarken P&W F-401-P-400 (12.700 kg Schub). Eine Maschine wurde mit dem Triebwerk GE F-101DFE getestet. Dies verlieh der Maschine eine Beschleunigung von Mach 0,8 auf Mach 1,8 in nur 19 Sekunden und ein Schub-Gewichtsverhältnis von 1:1.  Das ermöglicht eine Beschleunigung des Flugzeuges im vertikalen Steigflug. Die F-14B wurde wegen Einsparungen gestrichen.
  • F-14C
    Vorgeschlagene Serienversion ähnlich der F-14B mit verbesserter Avionik für Allwetterangriffs- und Aufklärungseinsätze.
  • F-14D
    Vollentwickelte Neuversion der F-14A zur Kampfwertsteigerung. GE F110-400 Triebwerke, durchgängig digitalisierte Avionik, AN/APG-71 Bordradar, verbesserter Selbstschutz. 37 Flugzeuge wurden bis 1993 in Serie gefertigt.
  • F-14D(R)
    18 F-14A und F-14B, die nachträglich auf den Standard der F-14D angehoben wurden.

 

Bewaffnung

  • AIM-9J/M Sidewinder
  • AIM-9L Sidewinder
  • AIM-7F/M Sparrow
  • AIM-7 Sparrow Übungs-AAM
  • AIM-54C Phoenix
  • Abwurftank 1.000 Liter
  • M61 Kanone, Kaliber 20 mm und 675 Schuß, Kadenz: 6.000 Schuß/Minute
  • TARPS-Aufklärungsbehälter
  • Typische Bewaffnung
    Vorgeschobene Abfangjagd:  6 x AIM-54C / Standard-Abfangjagd: 4 AIM-54C, 2 x AIM-7M, 2 x AIM-9M /
    Abfangjagd im Nahbereich: 4 x AIM-7M, 4 x AIM-9M

 

Technische Daten

  • Max. Startmasse 33.724 kg
  • Leermasse: 18.191 kg
  • Dienstgipfelhöhe 15.240 m
  • L x B x H in Meter 19,10 x 19,55 x 4,88

 

Leistung

  • Höchstgeschwindigkeit in Meereshöhe Mach 1,2 bzw. 1.470 km/h
  • Höchstgeschweindigkeit (4 Sparrow-AAM) in 14.935 m Mach 2,4 bzw. 2.549 km/h
  • Max. Marschgeschwindigkeit 927 km/h
  • Überziegeschwindigkeit 213 km/h
  • Anfangssteiggeschwindikeit 152,4 m/sek
  • Steigzeit auf 18.290 m ohne Außenlasten 2,1 Minuten
  • Minimale Startstrecke 396 m
  • Minimale Landestrecke 823 m
  • Typischer Patroullieneinsatz ohne Zusatztanks 1.231 km
  • Überführungsreichweite 3.219 km